Wir bauen ein Haus

Teil 3: Die Baufinanzierung

Unsere Finanzierungsexperten; hinten, v.l.: Arno Wagener, Mathias Ladwig, Frank Umbach, Jochen Wolafka, Joachim Geilmann. Vorne, v.l.: Cornelia Marth, Susanne Siemon, Rüdiger Kling, Kathrin Apel, Dirk Blumenstein, Frank Martin.

Baufinanzierung leicht gemacht

Herr Kling, Sie sind seit vier Jahren Leiter unserer Immobilienberatung. Welche Entwicklungen hat es in den letzten Jahren gegeben?

In den letzten fünf Jahren hat sich die Gesamtsumme der privaten Immobilienfinanzierungen bei der Kreissparkasse Schwalm-Eder verdoppelt. Das zeigt, wie wichtig dass Thema Baufinanzierung in der Region ist.

Um nicht nur die Beratungsqualität stetig zu verbessern, sondern auch den kurzfristigen Terminwünschen unserer Kunden nachzukommen, haben wir die Anzahl unserer Immobilienfinanzierungs-Berater daher seit 2013 von ursprünglich sieben auf aktuell elf erhöht.

Der Traum vom Haus kennt kein Alter

Gibt es einen typischen „Baufinanzierer“ im Bezug auf das Alter und den Familienstand?

Nein, einen Standardtyp gibt es in unserem Bereich nicht. Ob junge Familien oder Singles, wir erfüllen unseren Kunden ihren Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Und auch im fortgeschrittenen Alter begleiten wir die Baufinanzierung einer altersgerechten, barrierefreien Eigentumswohnung.

Welche Unterlagen sollte der Interessent zum Beratungsgespräch mitbringen?

Neben dem obligatorischen Personalausweis und entsprechenden Einkommensnachweisen

(Gehaltsbescheinigungen, Nachweis von Miet- und sonstigen Einkünften) schreibt uns der Gesetzgeber vor, dass uns die Immobilienfinanzierungs-Kunden eine sogenannte Selbstauskunft einreichen müssen. Die gibt den aktuellen Einkommens- und Vermögensstatus des Kunden zum aktuellen Zeitpunkt wieder.

Weiterhin benötigen wir, soweit vorhanden, die sogenannten Objektunterlagen der neu zu bauenden Immobilie. Bei der finalen Umsetzung der Baufinanzierung benötigen wir noch die eine oder andere weitere Unterlage. Hier sind wir bei der Beschaffung auch gerne behilflich.

Kundenzufriedenheit steht an oberster Stelle

Und wie läuft solch eine Immobilienberatung grundsätzlich ab?

Nach der telefonischen Terminvereinbarung findet zunächst ein Erstgespräch statt. Dort erstellen wir einen Investitionsplan unter Berücksichtigung des eingesetzten Eigenkapitals und der sogenannten Eigenleistungen. Daraus ermitteln wir die Finanzierungshöhe. In diesem Gespräch können auch bereits die besonderen Wünsche des Kunden (Laufzeit, Zinsbindung, maximale monatliche Rate etc.) an die Finanzierung definiert werden.

Im zweiten Termin besprechen wir mit dem Kunden das für ihn individuell erstellte Angebot seiner Immobilienfinanzierung. Hier hat der Finanzierer dann nochmal die Möglichkeit, Änderungswünsche einfließen zu lassen.

Hat sich der Kunde für unser Angebot entschieden und den Vertrag unterschrieben, erhält er das benötigte Geld.

Gibt es eine Beschränkung in der Höhe des Kreditbetrages?

Die Höhe des maximalen Kreditbetrages ergibt sich grundsätzlich aus der Höhe des Familieneinkommens (Lohn- und Gehalt, Renten, eventuell. Kindergeld, ggf. vorhandene Mieterträge etc.) der Darlehensnehmer. Daraus errechnen wir die Belastungsgrenze der neu hinzukommenden Immobilien-Darlehensrate.

Wir als finanzierendes Kreditinstitut müssen sicherstellen, dass unser Kunde langfristig nachhaltig, gegebenenfalls auch bis über einen eventuellen Renteneintritt hinaus, in der Lage ist, die monatliche Belastung der Darlehensrate leisten zu können.

Thema Eigenkapital: Wie viel sollte ein Häuslebauer ins eigene Heim stecken?

Grundsätzlich erwarten wir, wie auch alle anderen finanzierenden Kreditinstitute, dass unser Kunde 15% der Gesamtkosten als Eigenkapital mit in die Finanzierung einbringen kann.

Hierbei können, unter Berücksichtigung bestimmter Vorgaben, die sogenannten Eigenleistungen (im Volksmund auch manchmal Muskelhypothek genannt) angerechnet werden.

Wer selber mit anpackt kann bei der Baufinanzierung richtig sparen

Eigenkapital einzubringen ist nicht nur eine „lästige Verpflichtung“ für unseren Kunden, sie trägt letztlich auch direkt dazu bei, dass ein geringerer Darlehensbetrag  finanziert werden muss. Somit wird auch die monatliche Darlehensrate langfristig geringer.

Außerdem: Je Höher der Eigenkapitalanteil, desto niedriger der Darlehenszinssatz.

Neben den klassischen Baukosten warten auch viele Nebenkosten auf die Bauherren. Mit welcher Höhe ist hier zu rechnen?

Hierzu eine Aufstellung der sogenannten Kaufnebenkosten: :

  • 6,0 % Grunderwerbssteuer in Hessen (die Höhe ist in den einzelnen Bundesländern verschieden)
  • 5,95% Maklercourtage (5,0 % plus 19% Mwst.), soweit ein Makler beteiligt ist
  • ca. 2,5 % für Notar-, Grundbuchamt- und sonstige Kosten

Schnelligkeit ist Trumpf

Energieeffizientes Bauen liegt im Trend. Gibt es hier besondere Vorteile?

Energieeffizient Bauen bringt zum einen den erheblichen Vorteil, dass man ab dem ersten Tag der Nutzung der Immobilien langfristig Energiekosten bei der Unterhaltung des Hauses einspart. Die Ersparnis ist – je nach Status der Engergieeffizienz – enorm.

Ein weiterer Vorteil bei der Planung und Erstellung eines KfW-Energieeffizienzhauses ist, dass der Bauherr sehr zinsgünstige Darlehen (in max. Höhe von 100.000 Euro) seitens der KfW-Bankengruppe erhält. Zusätzlich kann er einen erheblichen Tilgungszuschuss beantragen.

Ein Wehrmutstropfen der viele Bauherren von der Umsetzung des Baus eines KfW-Niedrigenergiehauses abhält, sind die im Vergleich zu einem klassischen Neubau erheblichen Mehrkosten des Neubaus.

Wie lange dauert es in der Regel vom ersten Beratungsgespräch über das erste Angebot bis zur Auszahlung des Geldes?

Die Kreissparkasse Schwalm-Eder legt nicht nur größten Wert auf die Qualität der Finanzierungsberatung, sondern auch auf die Schnelligkeit während der anschließenden Umsetzung.

Vom Erstgespräch bis zur Abgabe eines verbindlichen Angebotes an den Kunden benötigen wir grundsätzlich nicht mehr als fünf Arbeitstage. Voraussetzung dafür ist, dass uns der Kunde alle hierfür notwendigen Unterlagen zur Verfügung gestellt hat.

Junges Paar im Beratungsgespräch, Ebenendatei RGB

Von der Vertragsunterzeichnung der Darlehensverträge bis zur möglichen Auszahlung der Darlehensmittel vergehen ebenfalls nur wenige Tage. Hierbei ist die notarielle Umsetzung des Kaufvertrages und der damit verbundenen Eintragung der Sicherheiten ins Grundbuch zeitlich ausschlaggebend.

Welche Fördermöglichkeiten bietet der Staat?

Der Staat unterstützt den Neubau oder den Erwerb von eigengenutzten Wohnimmobilien sowie die Renovierung und Modernisierung von Bestandsimmobilien durch zinsvergünstige Darlehen, Tilgungszuschüsse und Investitionszuschüsse auf energetische Sanierungsmaßnahmen.

Vielen Dank Herr Kling.

Sollten Sie nun Interesse an einer Beratung zum Thema Baufinanzierung haben, wenden Sie sich gerne an Ihren persönlichen Immobilien-Spezialisten unter 05681/996-444. Ein Finanzierungsbeispiel können Sie bereits online in unserem Kalkulator ermitteln.

Lesen Sie jetzt weiter: Teil 4 – Fertig gibt’s nicht.

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