Börsenlexikon

Begriffe rund um Wertpapiere einfach verstehen

Die in diesem Lexikon enthaltenen steuerlichen Informationen stellen lediglich Hinweise bzw. allgemeine Erläuterungen dar und ersetzen keine qualifizierte Rechts- oder Steuerberatung.

Ad-hoc-Meldung

Ad-hoc-Meldungen werden von Aktiengesellschaften veröffentlicht. Es sind wichtige Unternehmensmeldungen, welche den Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Ziel ist es, einen gleichmäßigen Informationsfluss gegenüber allen Marktteilnehmern zu gewährleisten.

Aktie

Aktien werden von Aktiengesellschaften (AG) ausgegeben. Der Inhaber von Aktien (Aktionär) ist dann Miteigentümer („Teilhaber“) an dem Vermögen einer Aktiengesellschaft.

Aktienanalyse

Ziel einer Aktienanalyse ist es, dem Anleger Entscheidungshilfen zu bieten und die künftige Entwicklung eines Aktienkurses zu prognostizieren. Untersucht werden die Bewertungskriterien einer Aktie, einer Aktiengesellschaft oder sogar eines ganzen Marktes. Man unterscheidet dabei zwischen einer Fundamental- und einer technischen Analyse.

Aktienanleihe

Eine Aktienanleihe ist eine festverzinsliche Schuldverschreibung (siehe Definition festverzinsliches Wertpapier) mit einer vorgeschriebenen Laufzeit sowie einer festen Rückzahlung. Der Herausgeber (Emittent) kann allerdings bei Fälligkeit entscheiden, ob er den Nennwert oder eine bereits bei Ausgabe festgelegte Anzahl einer Aktie liefert. Um dieses “Risiko“ auszugleichen, werden Aktienanleihen in der Regel überdurchschnittlich verzinst.

Aktiengesellschaft

Eine Aktiengesellschaft (AG) ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person). Ziel und Sinn einer Aktiengesellschaft ist es, durch die Ausgabe von Aktien hohe Summen von Kapital zu erhalten, um Investitionen zu tätigen und das Unternehmensrisiko möglichst weit zu streuen. Die Gesellschafter (Aktionäre) sind mit Ihrer Einlage dann am Grundkapital der Aktiengesellschaft beteiligt, welches in Aktien zerlegt wurde.

Aktienurkunde

Eine Aktienurkunde besteht aus einem Mantel, welcher das Mitgliedschaftsrecht verbrieft sowie einem (Coupon-) Bogen. Der Bogen besteht aus Dividendenscheinen und einem Erneuerungsschein (Talon). Gegen Vorlage des Coupons wird dann die Dividende ausgezahlt. Wenn man im Besitz eines Depots bei einer Sparkasse ist, erfolgt dies ganz automatisch.

Aktionär

Ein Aktionär ist der Inhaber von Aktien und somit Miteigentümer einer Aktiengesellschaft (AG). Um die Beteiligung am Unternehmen zu beenden, muss der Aktionär seine Aktien über die Börse verkaufen.

Anlagestrategie

Unter einer Anlagestrategie versteht man das „planmäßige“ Vorgehen, um sein Vermögen nach unterschiedlichen Umständen und Risiken zu verteilen.

Anleihen

Es handelt sich hierbei um ein festverzinsliches Wertpapier. Der Herausgeber (Emittent) einer Anleihe gibt dem Anleger einen festen Zinssatz sowie eine feste Laufzeit vor. Der Anleger hat jedoch jederzeit die Möglichkeit, die Anleihe schon vorher über die Börse, zum aktuellen Kurswert, zu verkaufen.

Anteilseigner

Eine Person (Aktionär), welche durch den Kauf von Aktien das Miteigentum am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) hat.

Antizyklisch

Eine Spekulation gegen den herrschenden Trend der Börse oder einem bestimmten Wertpapier, in der Erwartung, dass der bestehende Trend bald umkehren wird. Der Anleger kauft in diesem Fall eher bei fallenden Kursen und verkauft bei steigenden Kursen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollorgan einer Aktiengesellschaft (AG) und wird bei der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat dient zur Kontrolle und Überwachung des Vorstandes und muss mindestens einmal im Jahr eine Aufsichtsratssitzung abhalten.

Ausgabekurs

Der Ausgabekurs wird bei Ersterwerb eines entsprechenden Wertpapieres gezahlt.

Ausschüttung

Auszahlung von Gewinnanteilen, wie Dividenden oder Gratisaktien etc. einer Aktiengesellschaft (AG) an ihre Aktionäre.

Aussetzung

Bei dem Eintreten von besonderen Ereignissen, welche überdurchschnittlich hohen Schwankungen eines Wertpapieres zur Folge haben, kann dieses Wertpapier zeitlich beschränkt pausieren. Die Aussetzung dient zum Schutz der Anleger.

Bär

Als „Bärenmarkt“ bezeichnet man die Börse bei fallenden Kursen. Weil der Bär mit seiner Pranke von oben nach unten schlägt, steht der Bär für fallende Kurse.

Baisse

Anhaltende Abwärtsbewegung der Kurse. Die Baisse ist als Gesamttendenz zu verstehen.

bestens

Der „bestens“-Auftrag ist ein Zusatz eines Verkaufsauftrages eines Wertpapiers. Ist dieser Zusatz erhalten, wird der Verkauf eines Wertpapieres zum festgelegten Ausführungszeitpunkt ausgeführt, unabhängig davon, wie der Kurs zu diesem Zeitpunkt steht.

Bezugsrecht

Um das Grundkapital zu erhöhen, werden von einer Aktiengesellschaft (AG) mit unter neue Aktien ausgegeben. Den bisherigen Anlegern (Aktionären) steht dafür eine Art Vorverkaufsrecht, das Bezugsrecht, zu, da durch die Kapitalerhöhung die Gesamtzahl der Aktien steigt und der Wert pro Aktie sinkt. Zum Erwerb der neuen Aktien wird ein Bezugspreis festgelegt. Außerdem wird ein Bezugsverhältnis festgelegt, welches angibt, in welchem Verhältnis ein Aktionär neue Aktien erwerben darf.

billigst

Der „billigst“-Auftrag ist ein Zusatz eines Kaufauftrages eines Wertpapiers. Der Kaufauftrag soll also in jedem Fall zum günstigsten erreichbaren Kurs ausgeführt werden, allerdings unabhängig davon, wie sich der Kurs zum jeweiligen Kauf-Zeitpunkt entwickelt.

Börse

Ort, an dem sich regelmäßig Kaufleute, Händler und Makler treffen, um Geschäfte mit Wertpapieren, Währungen, bestimmten Waren oder Dienstleistungen abzuschließen.

Zudem gibt es noch Computerbörsen, wo ausschließlich elektronischer Handel betrieben wird. Bekannt dafür sind XETRA und die Terminbörse EUREX.

Börsenaufsicht

Aufgrund des Börsengesetztes unterliegen die Börsen in Deutschland der Aufsicht der jeweiligen Landesregierung. Beispielsweise bestellt die Aufsicht die amtlichen Kursmakler und entscheidet über die Errichtung oder Aufhebung einer Börse. Neben dem gibt es eine Person, welche den Geschäftsverkehr an der Börse und die Einhaltung der einschlägigen Gesetze und Bestimmungen überwacht.

Börsencrash

Negative wirtschaftliche Nachrichten oder Daten führen zu extremen Kursverlusten auf breiter Front. Davon sind in diesem Fall alle an der jeweiligen Börse gehandelten Wertpapiere mehr oder weniger stark betroffen.

Börsenplatz

Dieser Platz zeigt auf, an welcher Börse ein Wertpapier notiert ist und somit gehandelt werden kann.

Bundeswertpapiere

Nicht nur über Bankkredite deckt der Staat seinen Geldbedarf, sondern auch über Privatpersonen. Bundeswertpapiere werden von der Bunderepublik Deutschland ausgegeben. Dies können Bundesanleihen, Bundeschatzbriefe oder Finanzierungsschätze sein.

Call

Als Call bezeichnet man eine Kaufoption. Der Anleger kann eine bestimmte Anzahl von Aktien, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (oder zu einem bestimmten Zeitpunkt) zu einem vorher festgelegten Preis kaufen.

Cash-Flow

Der Cash-Flow ist eine Kennzahl, mit der man die Finanzlage eines Unternehmens beurteilen kann. Diese Kennzahl wird bei Aktienanalysen oft eingesetzt, um Unternehmen innerhalb einer Branche vergleichen zu können.

Chart

Der Chart ist die grafische Darstellung des Kursverlaufes einer Aktie über einen bestimmten Zeitraum.

Cost-Average-Effekt

Wer regelmäßig eine feste Rate spart, nutzt den sogenannten Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effekt): Bei höheren Kursen werden weniger und bei niedrigeren Kursen mehr Anteile erworben.

DAX

DAX = Deutscher Aktienindex. Er misst die Wertentwicklung der 30 größten Aktiengesellschaften mit der höchsten Marktkapitalisierung.

Day Order

Die Day Order ist ein Auftrag mit einer beschränkten Gültigkeit für einen Tag. Wird die Order an diesem Tag an der Börse nicht ausgeführt, so erlischt sie.

Deflation

Das Preisniveau für Endprodukte (Konsum- und Investitionsgüter) in einer Volkswirtschaft sinkt und hält an. Hintergrund: Die Nachfrage nach den Gütern ist geringer als das Angebot.

Depot

Ein Depot kann man mit einer Art Einkaufwagen vergleichen. Über ein Depot werden die Käufe und Verkäufe von Wertpapieren abgewickelt. Zudem dient das Depot zur Aufbewahrung der Wertpapierbestände eines Anlegers.

Depression

Die Depression belegt eine schlechte Wirtschaftslage einer Konjunktur. Oftmals geht eine Depression mit einer Baisse an der Börse einher. Eine abgeschwächte Form der Depression bezeichnet man auch als Rezession.

Diversifikation

Diversifikation bedeutet auch Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageformen bzw. –werte.

Dividende

In der Regel schütten Aktiengesellschaften (AG) neben Kursgewinnen auch Dividenden an ihre Aktionäre aus. Dies ist der Bilanzgewinn, welcher auf jede Aktie entfällt. In der Regel schüttet eine Aktiengesellschaft einmal im Jahr ihre Dividende nach ihrer Hauptversammlung aus.

Dividendenrendite

Die Dividendenrendite ist eine Kennzahl. Sie gibt die Relation der ausgeschütteten Dividende im Vergleich zum aktuellen Börsenkurs in Prozent an.

Dow Jones

Der Dow Jones ist der bekannteste amerikanische Aktienindex. Er bezieht sich auf die 30 führenden Industriewerte der USA.

Dow Jones Euro Stoxx 50

Der Dow Jones Euro Stoxx 50 ist ein Aktienindex, welcher 50 Unternehmen aus den Euroländern abbildet.

Emerging Markets

Unter Emerging Markets versteht man Schwellenländer wie zum Beispiel Osteuropa, Südostasien oder Lateinamerika, welche an dem Übergang zu einem modernen Industriestaat stehen, jedoch ein niedriges Rating ausweisen. Die Kurse der Emerging Markets schwanken wegen der oft wenig stabilen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse recht stark. Dies führt zum einen zu höheren Chancen, gleichzeitig aber bedeutet dies auch höhere Risiken.

Emission

Als Emission bezeichnet man die Ausgabe neuer Wertpapier (Aktien, Anleihen, usw.).

Emittent

Ein Emittent ist der Herausgeber von Wertpapieren. Emittenten können zum Beispiel Unternehmen, Kreditinstitute oder Staaten sein.

Eröffnungskurs

Der Eröffnungskurs ist der erste Kurs, welcher zu Eröffnung an einem Handelstag für ein Wertpapier festgesetzt wird.

Europäische Zentralbank (EZB)

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist unter anderem für die Geldmengensteuerung des Euros zuständig. Ihren Sitz hat die EZB in Frankfurt am Main.

Festverzinsliches Wertpapier

Als festverzinsliches Wertpapier bezeichnet man Anleihen, Schuldverschreibungen oder Obligationen. Die Papiere haben eine feste Verzinsung mit einer meist festgeschriebenen Laufzeit.

Fonds

Bei einem Fonds werden verschiedene Wertpapiere einer oder unterschiedlicher Arten (Aktien, Renten, usw.) zu einem Wertpapier dem so genannten Fonds zusammengefasst. Als Anleger kann man dann Anteile eines Fonds erwerben. Ein Fonds wird von einem Fondsmanager verwaltet.

Fundamentalanalyse

Durch eine Fundamentalanalyse wird eine Aktiengesellschaft (AG) aufgrund von Kennzahlen bewertet. Die wichtigsten Größen sind hierbei die Profitabilität (Erträge), die Finanzkraft (Cash Flow, Zinsaufwendungen, etc.), Kurs-Gewinn-Verhältnis, Wachstumschancen und konjunkturelle, sowie fiskalpolitische Rahmenbedingungen. An Hand dieser Kennzahlen wird versucht, die zukünftige Geschäftstätigkeit und deren Rentabilität (wirtschaftlichen Erfolg) vorherzusagen und daraus Chancen auf Kursgewinne abzuleiten.

Geschäftsbericht

Eine Aktiengesellschaft (AG) muss jährlich einen Rechenschaftsbericht über den Geschäftsverlauf sowie die Lage der Gesellschaft ausgeben. Zudem wird der Jahresabschluss erörtert. Der Geschäftsbericht ist für alle Anleger (Aktionäre) einsehbar.

Gewinn pro Aktie

Der Gewinn pro Aktie ist eine Kennzahl, mit der man mehrere Aktien aus einer Branche vergleichen kann. Oftmals ist diese Kennzahl in der Fundamentalanalyse von großer Bedeutung.

Gewinnmitnahme

Sobald die Kurse einer Aktie steigen, verkaufen viele Anleger (Aktionäre) ihre Aktien um den Gewinn mitzunehmen, ehe die Kurse wieder fallen.

Gewinnwarnung

Unternehmen, welche an der Börse notieren alle kursrelevanten Ereignisse zeitnah in der Öffentlichkeit preisgeben. Dazu zählen unter anderem vor allem aber negative Abweichungen von den geplanten Gewinnen des Unternehmens.

Grundkapital

Bei der Gründung einer Aktiengesellschaft (AG) wird in der Satzung festgelegt, wie hoch das Grundkapital der Firma sein muss. Die AG gibt dann über das vorher festgelegte Kapital Aktien aus. Jede dieser Aktien verkörpert gemäß ihrem Nennwert oder der Gesamtzahl der Aktien einen Anteil an dem Grundkapital der Aktiengesellschaft.

Hausse

Als Hausse bezeichnet man eine meist länger anhaltende Phase steigender Kurse an einer Börse. Als Symbol für eine Hausse ist der Bulle, der mit seinen Hörnern von unten nach oben stößt.

Index

Statistisches Instrument um die Veränderung einer ganzen Reihe Wertpapiere bezogen auf einen Stichtag anzugeben. Der Index soll den Kapitalanlegern eine Orientierungshilfe für die Tendenz am Markt bieten. Der deutsche Aktienindex (DAX) ist einer der wichtigsten. Er stellt die Kursentwicklungen der 30 wichtigsten deutschen Unternehmen dar.

Inflation

Wenn es eine größere Nachfrage, als Angebot gibt, steigen die Preise. Die Inflationsrate (der Preisanstieg) sagt aus, um wie viel Prozent die Preise gegenüber dem vergangenen Jahr angestiegen sind. Folgen: Das Geld der Verbraucher verliert bei einer Inflation kontinuierlich an Wert.

Insiderhandel

Personen, welche auf Grund ihrer Stellung (z.B. Aufsichtsrat einer AG) einen Informationsvorsprung gegenüber anderen Anlegern haben, und daraufhin Wertpapierkäufe-, und Verkäufe tätigen. In Deutschland sind Insidergeschäfte unzulässig und können strafrechtlich verfolgt werden.

Intraday-Handel

Bei dem Intraday-Handel hat ein Anleger die Möglichkeit Schwankungen der Kurse an einem Tag auszunutzen. Er kauft und verkauft die Wertpapiere dann an ein und demselben Handelstag.

ISIN

ISIN = International Securities Identification Number (ISIN). Sie dient zur Identifizierung eines Wertpapieres und ist international gültig.

Junge Aktien

Führt eine Aktiengesellschaft (AG) ihr Grundkapital, so gibt sie junge Aktien aus. Oftmals haben junge Aktien gegenüber den „alten“ Aktien dann einen Dividenden-Nachteil. Um eine Gleichstellung mit den „alten“ Aktien zu haben, werden die jungen Aktien an der Börse zu Beginn gesondert gehandelt.

Kapitalanlagegesellschaft

Eine Kapitalanlagegesellschaft ist eine Investmentgesellschaft, welche Fonds aus Wertpapieren oder Immobilien verwaltet.

Kapitalerhöhung

Um sich Geld zu beschaffen gibt eine Aktiengesellschaft (AG) entweder junge Aktien aus (Beschaffung durch Aktionäre) oder sie wandelt ihre Rücklagen in Aktienkapital um.

Kaufen

Überdurchschnittlich gute Entwicklung einer Aktie im Vergleich zur Branche.

Kupon
Bei einer Anleihe erhält man einen festen oder variablen Zinssatz auf den angelegten Betrag, diesen Zinssatz nennt man Kupon.

Kurs
An der Börse werden Aktien zu einem bestimmten Preis gekauft und verkauft. Dieser Preis, also der Aktienkurs, wird durch Angebot und Nachfrage ermittelt.

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Ob eine Aktie gut oder schlecht ist, kann man nicht pauschal beantworten. Man kann sie aber durch verschiedene Kennzahlen bewerten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist ein Vergleichsmaßstab, an dem man erkennen kann, ob eine Aktie ihren Preis Wert ist. Man berechnet das KGV indem man den Kurs der Aktie durch den erwarteten Gewinn pro Aktie teilt. Das Ergebnis kann man nun mit dem anderer Aktien vergleichen oder mit dem Ergebnis der letzten Jahre.

Leitbörse
Es gibt Börsen, die sind so groß und/oder wichtig, dass sich viele andere Börsen an ihnen orientieren. Die Börsen in New York oder Tokio zählen zu den Leitbörsen und zählen damit auch zu den berühmtesten, da man von ihnen am meisten in den Nachrichten hört.

Leitzinsen
Die Europäische Zentralbank (EZB) legt bestimmte Zinssätze fest, die für alle anderen Banken in der EU wichtig sind. Sie legt zum Beispiel fest, wie viele Zinsen eine Bank bekommt oder zahlen muss, wenn sie selbst Geld bei der EZB anlegen möchte. Bekannt ist vor allem der Basiszinssatz, da dieser auch am Ende die Höhe der Zinsen beeinflusst, die Kunden bei Banken und Sparkassen für ihre Geldanlage bekommen.

Limit
Aktienkurse schwanken in jeder Sekunde. Wenn man nun eine Aktie kaufen möchte, kennt man also nur den ungefähren Preis. Vielleicht hofft man auch auf einen noch günstigeren Preis, kann aber nicht den ganzen Tag den Kurs beobachten. Dafür gibt es das Limit, was man nutzen kann, wenn man eine Aktie kaufen oder verkaufen möchte. Bei einem Kaufauftrag legt man dann zum Beispiel ein Kauflimit fest und der Kauf wird erst dann automatisch ausgeführt, wenn der Aktienkurs unter diesen Preis gefallen ist. Bei einem Verkaufsauftrag, hofft man auf einen möglichst hohen Kurs. Also gibt man ein Verkaufslimit an und der Verkauf wird erst automatisch ausgeführt, wenn der Aktienkurs über diesen Preis gestiegen ist.

MDAX
Der MDAX ist ein Aktienindex und bildet die Entwicklung der 60 wichtigsten deutschen mittelgroßen Unternehmen ab. Dazu gehören zum Beispiel Fielmann, Hugo Boss und Puma.

Mid Caps
Als Mid Caps bezeichnet man mittelgroße Unternehmen, die sich am Markt bereits gut etabliert haben.

Nachhaltiges Investment

Beim nachhaltigen investieren, geht es nicht nur um die klassischen Faktoren wie zum Beispiel Rendite oder Risiko. Es spielen viel mehr die ökologischen und sozialen Faktoren eine Rolle. Der Fokus liegt also darauf, WIE das Geld investiert wird. Nachhaltigkeit ist, wenn ein heutiges Bedürfnis so befriedigt wird, ohne dass die Ressourcen kommender Generationen beeinträchtigt werden.

NASDAQ
Die Nasdaq ist die größte elektronische Börse in den USA und wurde 1971 gegründet.

Nebenwerte
Aktien die jeder kennt wie z.B. die von Facebook, nennt man Standardwerte. Diese werden am Markt am häufigsten gehandelt. Aktien die etwas weniger häufig gehandelt werden, nennt man Nebenwerte. Oft sind diese von kleineren Unternehmen oder solchen die eher regional bekannt sind (z.B. Südzucker).

Neuemission
Wenn ein Unternehmen sich entscheidet Anleihen oder Aktien an der Börse zum Handel auszugeben, nennt man dies Neuemission. Eine Neuemission wird vorab in den Medien bekannt gemacht und interessierte Anleger können in einem festgelegten Zeitraum (Zeichnungsfrist) die Wertpapiere zu einem vorab festgelegten Preis kaufen (zeichnen). Ob man die Wertpapiere tatsächlich erhält, kommt darauf an, ob für die nachgefragte Menge genug Papiere angeboten werden. Liegen mehr Kaufaufträge als Wertpapiere vor, werden die einzelnen Wertpapiere (Stücke) zugeteilt oder verlost.

New York Stock Exchange (NYSE)
Die NYSE ist die wichtigste Börse der Welt und gehört zu den Leitbörsen. Sie liegt an der berühmten Wall Street und wird daher meist einfach „Wall Street“ genannt.

Optionsschein
Neben Aktien werden unter anderem auch Optionsscheine an der Börse gehandelt. Mit einem Optionsschein kauft man sich das Recht, zu einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt (z.B. in zwei Jahren) eine bestimmte Aktie zu einem schon heute festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Man geht mit einem Optionsschein also eine Wette ein, dass der Kurs sich in eine erwartete Richtung entwickelt.

Order
Den Auftrag, eine Aktie zu kaufen oder zu verkaufen, nennt man Order.

Performance
Die Performance gibt an, wieviel Ertrag die Anlage in ein Wertpapier insgesamt erbracht hat. Dazu zählen sowohl Zins- und Dividendenzahlungen und Kursgewinne/-verluste.

Portfolio
Als Portfolio bezeichnet man die Zusammenfassung aller Wertpapieranlagen (Anleihen, Aktien, Fonds,…) die ein Kunde in seinem Depot hat. Oft wird der Erfolg, also wieviel Ertrag erzielt wurde, auf Portfolioebene ausgedrückt.

Put
Als Put bezeichnet man eine Verkaufsoption. Der Anleger erkauft sich die Möglichkeit zu einem zukünftigen Zeitpunkt eine bestimmte Aktie zu einem schon heute festgelegten Preis zu verkaufen.

Rating
Als Rating bezeichnet man die Einschätzung und Bewertung von Unternehmen, welche Herausgeber von Wertpapieren sind. Diese werden von verschiedenen Rating-Agenturen wie zum Beispiel Standard & Poor’s auf Grund unterschiedlicher Kennziffern bewertet. Mit einem Rating beurteilt man im engeren Sinne die Bonität eines solchen Unternehmens. Die beste Note ist „AAA“.

Rendite
Die Rendite gibt an, wieviel Gesamtertrag – also nach Abzug aller Kosten – eine Geldanlage im Bezug auf das angelegte Kapital erbracht hat.

Renten

Unter dem Begriff Renten, werden alle festverzinslichen Wertpapiere (z.B. Anleihen) zusammengefasst.

Research
Niemand kann vorhersagen, wie sich die Kurse von Wertpapieren am Markt entwickeln. Es gibt allerdings verschiedene Faktoren (z.B. bevorstehende politische Ereignisse)  mit denen man zumindest Vermutungen anstellen kann. Als Research bezeichnet man in diesem Zusammenhang das Wissen und die Instrumente zur Einschätzung des Marktverhaltens.

Rücknahmepreis
Als Rücknahmepreis bezeichnet man den Preis, zu dem eine Investmentfondsgesellschaft einen Fonds wieder zurück nimmt. Also welchen Wert der Kunde bekommt, wenn er den Fonds wieder verkauft.

Schlusskurs
Der Schlusskurs ist der letzte Kurs einer Aktie am Ende eines Börsentages.

SDAX
Neben dem DAX gibt es noch verschiedene Indizes die zum Beispiel bestimmte Branchen oder Themen abdecken. Der SDAX ist einer von ihnen und bildet 50 kleine Werte ab, die aufgrund ihrer Marktkapitalisierung und des Börsenumsatzes dem MDAX nachgeordnet sind.

Shares
Die englische Übersetzung für Aktien. Eine weitere Bezeichnung ist „stocks“.

Small Cap
Als Small Caps werden kleine börsennotierte Unternehmen bezeichnet. Ihr Börsenwert bewegt sich im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich.

Spekulation
Wenn jemand Wertpapiere nicht kauft um sein Geld anzulegen, sondern um die Papiere relativ schnell mit Gewinn zu verkaufen, nennt man das Spekulation. Man kann sowohl auf steigende Kurse als auch auf fallende Kurse spekulieren. Spekulanten versuchen also im Voraus zu wissen, wie ein Kurs sich in der Zukunft verhält.

Spesen
Wenn man Wertpapiere an der Börse kauft oder verkauft entstehen Kosten (z.B.: Maklergebühren oder Bankprovisionen). Diese Kosten nennt man Spesen.

Standardwerte
Aktien von großen Unternehmen, die jeder kennt (z.B. Daimler, Facebook, Deutsche Post, etc.) nennt man Standardwerte.

Stimmrecht
Als Besitzer einer Aktie, hat man ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung des jeweiligen Unternehmens. Man darf also bei wichtigen Entscheidungen mitbestimmen. Wie viele Stimmen man hat, hängt davon ab, wie viele Aktien man besitzt.

TecDAX
Neben dem DAX gibt es noch verschiedene Indizes die zum Beispiel bestimmte Branchen oder Themen abdecken. Der TecDAX bildet die 30 größten Technologie-Unternehmen aus den Zukunftsbranchen ab.

Trend
Als Trend bezeichnet man die Richtung in die sich der Aktienkurs vermutlich bewegen wird. Analysten versuchen aufgrund von Vergangenheitswerten die zukünftige Kursbewegung vorherzusehen.

Vorbörse
An den Börsen wird nicht 24 Stunden gehandelt. So beginnt z.B. der Börsentag in Frankfurt um 08:00 Uhr und endet um 20:00 Uhr. Außerhalb der Börsenzeiten können aber beispielsweise Banken untereinander Wertpapiere handeln und das ganz unabhängig von der Börse. Dieser Handel wird Vorbörse genannt und lässt oft schon auf die Entwicklung des bevorstehenden Börsentages schließen.

Wall Street
Die Wall Street ist eine Straße in New York (USA) und man findet dort die New York Stock Exchange (NYSE). Die NYSE ist die wichtigste Börse der Welt.

Wertpapier-Kenn-Nummer
Die Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) dient zur Identifikation der einzelnen Wertpapiere. Jedes Wertpapier (z.B. Aktie) hat Ihre eigene WKN und kann damit nicht verwechselt werden. Die WKN funktioniert damit wie eine Bestellnummer.

Zeichnung
Bei einer Neuemission gibt ein Unternehmen erstmals Anleihen oder Aktien an der Börse zum Handel aus. Für diese neuen Wertpapiere kann man im Vorfeld einen Kaufauftrag erteilen. Diesen Kaufauftrag nennt man Zeichnung.

Aussagen gemäß aktueller Rechts­lage, Stand: Juni 2019

Diese Information kann ein Beratungs­gespräch nicht ersetzen. Allein verbindliche Grund­lage für den Erwerb von Wertpapieren sind die jeweiligen wesentlichen Anleger­informationen, die jeweiligen Verkaufs­prospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder von der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de erhalten.