Trio für Technologie-Titel

Trio für Technologie-Titel

Investition in den Megatrend Industrie 4.0

Mit Covid-19 schafften viele digitale Anwendungen den Durchbruch im Alltag. Mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G kommt ein weiterer Innovationsschub – vor allem auch für das verarbeitende Gewerbe. Drei Fonds der Deka helfen Anlegern, in den Megatrend Industrie 4.0 zu investieren.

„Vor 20 Jahren war es der letzte Schrei, sich per Satellitenschüssel hundert Programme auf den Fernseher zu holen“, erinnert sich Andreas Wagenhäuser, Manager des Deka-Digitale Kommunikation. Heute ließen sich Kinofilme mit 5G über Streamingdienste in Sekundenschnelle abrufen. Das Beispiel zeigt: Digitale Technologien wälzen Prozesse um und mischen ganze Branchen auf. „Die Digitalisierung gehört neben Sicherheit, Smart Cities, Gesundheit, Konsum und Umweltschutz zu einem der sechs Megatrends, die wir identifiziert haben“, sagt Alexander Eickhoff, Manager des Deka-MegaTrends. „Darunter gliedern wir insgesamt mehr als 50 Sub-Megatrends – bei der Digitalisierung etwa Themen wie künstliche Intelligenz, Big Data oder Industrie 4.0.“

Megatrends fundiert erkennen

Megatrends sind dabei kein Blick in die Kristallkugel. „Sie sind Tiefenströmungen des Wandels, die zu grundlegenden Veränderungen führen. Die typische Halbwertszeit von Megatrends liegt bei rund 15 Jahren“, erläutert Eickhoff. Eine wesentliche Rolle spielen neue Technologien, die häufig zwei oder drei Megatrends gleichzeitig vorantreiben. Ein Beispiel: Mit dem neuen 5G-Standard werden neue Einkaufserlebnisse mit dem Smartphone möglich. Damit bekommt der E-Commerce zusätzlichen Rückenwind.

„Im industriellen Bereich gibt es durch 5G fast noch mehr Optionen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln oder bestehende zu erweitern“, lenkt Bernd Köcher, Manager des Deka-Industrie 4.0, den Blick auf die produzierende Wirtschaft. Hersteller können ihre Maschinen aus der Ferne warten und Landwirte Feldroboter vom Hof aus steuern. „Wenn sie mit ihrem Traktor auf dem Acker liegen bleiben, kann der Techniker das Fahrzeug per Mobilfunk für eine Motordiagnose ansteuern“, so Köcher.

Rennpferde und Tanker

Auch wenn die drei Anlageexperten mit ihrem jeweiligen Investmentansatz unterschiedlich auf das Thema Digitalisierung blicken: Das Trio eint das Ziel, weltweit nach wachstumsstarken und dennoch soliden Unternehmen zu suchen, die das Zeug zum Game-Changer in ihren Branchen haben – oder es schon sind. „Beim Thema Digitalisierung gibt es Rennpferde, aber auch Tanker wie Apple, Alphabet/Google und Amazon“, sagt Fondsmanager Eickhoff. „Für den Deka-MegaTrends geht kaum ein Weg an diesen Titeln vorbei, denn viele dieser Großkonglomerate sind so breit aufgestellt, dass sie gleich in mehreren Megatrends unterwegs sind.“

So bedient Alphabet das Thema Cloud Computing ebenso wie Software, E-Commerce, E-Advertising, Big Data oder Sharing Economy. „Eine trennscharfe Zuordnung zu einzelnen Mega- oder Subtrends ist in vielen Fällen nicht mehr möglich“, analysiert Eickhoff. „Darüber hinaus sollte man nicht vergessen: Konzerne wie Microsoft oder Amazon zählen in ihren Bereichen zu den First Movern, die ihre Wettbewerbsvorteile ausspielen und Konkurrenten aufkaufen. Trotz ihrer Größe wachsen sie sehr dynamisch.“

Maximal 35 Einzeltitel pro Trend

Parallel dazu investiert Eickhoff in die fünf anderen Megatrends. „Durch maximal 35 Einzeltitel pro Trend ist der Fonds konzentriert innerhalb der Themen investiert, auf Gesamtfondsebene aber gut diversifiziert und bietet Anlegern damit die Möglichkeit, langfristig Vermögen aufzubauen“, erläutert der Anlageexperte. Bei der Suche nach kleineren Unternehmen abseits der großen Konglomerate nutzt er Überschneidungen zum Deka-Industrie 4.0 und zum Deka-Digitale Kommunikation. Von seinen Kollegen übernimmt er regelmäßig digitale Anlageideen.

Industrie 4.0 setzt auf den Digitalen Wandel

Den konzentriertesten Blick auf das Thema Digitalisierung hat dabei Deka-Industrie-4.0-Manager Köcher. Er nimmt Unternehmen sowohl aus traditionellen Industrie- als auch Technologiesektoren ins Portfolio, die am digitalen Wandel teilhaben oder dessen Treiber sind. Den großen Kosmos bekommt er durch Strukturierung in den Griff. Zu den Basistechnologien zählen Themen wie künstliche In­telligenz, Cloud Computing und Halbleiter. Das zweite Feld sind Konsumenten-Anwendungen etwa im Gesundheitswesen, E-Commerce und Smarthome. Und schließlich scannt er klassische Industrieanwendungen wie Robotik, Automation und Logistik.

„In jedem dieser Sektoren sind attraktive Firmen zu finden, die strukturelles Wachstum bieten und hohe Gewinnmargen erzielen“, erläutert Köcher, der bei seiner Auswahl sogenannte Pure Plays, also Firmen mit einem klar definierten Geschäftsfeld, bevorzugt. Dazu gehört zum Beispiel der japanische Industrieroboterspezialist Fanuc, der zu den Top-5-Positionen im Fonds zählt und auch im Deka-MegaTrends vertreten ist. Köcher agiert bei seinem Fonds sehr flexibel: „Mit der Schweizer ABB ist seit Kurzem ein Unternehmen im Fonds, das früher einmal ein Konglomerat war. Durch den Verkauf der Stromnetzsparte ist die Robotik nach Umsatz von einem mittelgroßen zu einem sehr großen Schwerpunkt geworden.“ Damit erfüllte ABB das Beuteschema des Fonds.

Taktische Investitionen

Aber der Anlageexperte investiert auch taktisch – wie etwa beim Unternehmen Abbott, einem Entwickler von Corona-Schnelltests. „Wir suchen und nutzen auch solche kleineren Themen, selbst, wenn das nicht der Schwerpunkt der Anlagestrategie ist“, so der Fondsmanager. Dagegen stehen andere Bereiche dauerhaft in seinem Fokus: „Cloud-Anwendungen bleiben etwa auf Sicht von 20 bis 25 Jahren ein Wachstumssektor.“

Deutlich breiter geht der Deka-Digitale Kommunikation das Thema Digitalisierung an. Fondsmanager Wagenhäuser versammelt im Depot Anbieter und Entwickler digitaler Services, aber auch Unternehmen, die die dafür notwendigen Technologien und Netze zur Verfügung stellen. „Zum einen sind Firmen aus den Bereichen Onlinewerbung, E-Commerce oder Streaming dabei, die hohe Wachstumsraten haben, aber selten Dividende zahlen. Zum anderen aber auch die klassischen Telekommunikationsunternehmen mit stabilem, aber wenig dynamischen Geschäftsmodell, die aber Divi­dendenrenditen von vier bis fünf Prozent bieten“, erläutert Wagenhäuser seinen Ansatz. „Dadurch haben wir im Portfolio eine ausgewogene, gut diversifizierte Mischung, sodass sich der Fonds auch für konservative Anleger mit längerem Anlagehorizont eignet.“

Kein Fonds ohne Risiko

Die ausgewogene Aufstellung sorgt Wagenhäuser zufolge dafür, dass der Fonds im boomenden Technologiemarkt in Sachen Wertentwicklung in seiner Vergleichsgruppe mit reinen Wachstumsfonds nicht immer Schritt halten kann. „Aber er reißt eben auch nicht so stark ab, wenn es so wie im vergangenen Frühjahr an den Börsen nach unten geht.“ Trotz ihrer Streuung unterliegen Aktienfonds den Wertschwankungen der Märkte, sodass Kursverluste nicht ausgeschlossen sind. Vergangene Kursgewinne sind eben kein Garant für eine weitere positive Wertentwicklung.

„Bei einem auf Wachstumstiteln ausgerichteten Fonds wie dem Deka-Industrie 4.0 sind Rücksetzer von zehn Prozent immer möglich, ohne dass es dafür eines besonderen Anlasses bedarf“, sagt so auch Köcher. „Der Fonds sollte daher eher eine Beimischung für wertpapiererfahrene Anleger und nicht das Produkt für den Start am Aktienmarkt sein. Ein Sparplan ist übrigens eine gute Möglichkeit, um Wertschwankungen über die Jahre hinweg auszuglei­chen.“ Die aktuellen Kurse der drei Fonds sind mit weiteren Details zur Zusammensetzung und Anlagestrategie auf Deka.de zu finden.

Hohe Bewertungen für Technologietitel

Eine Herausforderung für das Anlagetrio sind nach den Kurssteigerungen der vergangenen Monate indes die zum Teil hohen Bewertungen. „Für einzelne Unternehmen, die im vergangenen Jahr Umsatzzuwächse von 50 Prozent verzeichnet haben, könnte es schwer werden, dieses Tempo nach der Pandemie zu halten“, schätzt Wagenhäuser, der solche Aktien nur selektiv hält und mit den Telekommunikationsunternehmen zudem einen wertstabilen Gegenpart in seinem Portfolio hat. „Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass das ganze Digitalisierungs-Universum an Wert verliert, weil der Markt Wachstum weiterhin schätzt.“

Quelle: fondsmagazin.de

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder Landesbank oder von der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de erhalten.

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Lisa Schelke

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