Die Sparkassen-Card1 | Bank-Basics einfach erklärt

1Sofern im Text von Sparkassen-Card die Rede ist, handelt es sich um eine Debitkarte.

Die Sparkassen-Card

Was ist die Sparkassen-Card

Die Sparkassen-Card ist eine EC-Karte – sie wird auch Girocard genannt. Wenn Sie ein Girokonto bei der Sparkasse nutzen, erhalten Sie dazu eine Sparkassen-Card.

Auf der Karte ist Ihr Name, Ihre Kontonummer, die Kartennummer und das Ablaufdatum aufgedruckt. Einige Tage vor Ablauf erhalten Sie automatisch eine neue Karte per Post.

Auf der Kartenrückseite finden Sie Ihre IBAN, den BIC und die Bankleitzahl Ihrer Sparkasse. Außerdem ist hier ein Feld für Ihre Unterschrift vorgesehen.

Mit der Karte können Sie an Geldautomaten ganz bequem Bargeld von Ihrem Girokonto abheben. Außerdem können Sie mit der Sparkassen-Card in Geschäften bezahlen. Doch die Karte kann noch viel mehr – denn in den letzten Jahren hat sich so einiges getan.

Chip und Magnetstreifen

Die Karte besteht aus einem Chip und einem Magnetstreifen. Vor dem Jahr 2000 bestanden EC-Karten hauptsächlich aus dem Magnetstreifen, welcher beim Bezahlen ausgelesen wurde. Allerdings gilt diese Methode als nicht ausreichend sicher. Der Magnetstreifen enthält nur statische Daten und kann leicht kopiert werden.

Im Gegensatz dazu ist der Chip wie ein kleiner Computer. Er kann rechnen und Anfragen beantworten, ohne das alle Daten ausgelesen werden. Daher wird der Großteil aller Zahlungen heute über den Chip abgewickelt.

Doch warum gibt es überhaupt noch einen Magnetstreifen auf der Karte? Um den Chip auslesen zu können, sind modernere Kartenterminals und Automaten notwendig – auch wenn der größte Teil über moderne Technik verfügt, gibt es immer noch veraltete Geräte welche lediglich den Magnetstreifen auslesen können. Bis zur kompletten Bereinigung wird es noch ein paar Jahre dauern.

Vorder- unr Rückseite der Sparkassen-Card

PIN – Die Geheimzahl

Um mit der Sparkassen-Card Geld abzuheben oder im Geschäft zu bezahlen ist eine PIN notwendig. Dies ist eine vier- bis sechsstellige Geheimzahl, welche am Geldautomaten eingegeben werden muss. Im Geschäft gibt es mittlerweile auch andere Sicherheitsfaktoren, um zu bezahlen (siehe Funktionen).

Die PIN wird mit Erstellung der Sparkassen-Card per Post zugestellt. Am Geldautomaten kann sie jederzeit abgeändert werden. Wer seine PIN dreimal falsch eingibt, muss zur Entsperrung in die Sparkasse kommen.

Die PIN darf aus Sicherheitsgründen niemals an eine Dritte Person weitergegeben werden. Soll noch eine weitere Person auf Ihr Konto zugreifen dürfen, so kann für diese eine eigene Sparkassen-Card ausgestellt werden.

Eine kurze Geschichte der Sparkassen-Card (Debitkarte)

Im Januar 1968 war die Geburtsstunde der Scheckkarte – der Vorreiter unserer heutigen Sparkassen-Card. Auch wenn sie lediglich eine Zahlungsgarantie in Verbindung mit einem Scheck darstellte, war sie dennoch der Ausgangspunkt für das elektronische Bezahlen von heute.

In 1972 wurde die Scheckkarte zur EC-Karte – Seit Ende der 70er Jahre ist sie mit einem Magnetstreifen ausgestattet. Mit diesem konnte man nun an den ersten Geldautomaten Geld abheben.

Seit 1991 kann in Deutschland mit der EC-Karte und PIN in Geschäften bezahlt werden. Seit den 2000er Jahren wurden immer mehr Karten mit einem Chip ausgestattet.

Funktionen der Sparkassen-Card (Debitkarte) im Überblick

Auch wenn Sie unscheinbar wirkt: In der Sparkassen-Card stecken jede Menge praktischer Funktionen.

Kontaktlos bezahlen

Kontaktlos und Mobil können Sie mit der Sparkassen-Card bezahlenSeit einigen Jahren sind die Sparkassen-Cards mit einer NFC-Funktion ausgestattet. NFC steht für Near Field Communication und ermöglicht es Ihnen, nur durch Auflegen ihrer Karte auf dem Terminal eine Zahlung auszulösen.

Bis zu einem Betrag von 50 Euro ist in der Regel keine PIN notwendig. Allerdings muss zur eigenen Sicherheit und aufgrund gesetzlicher Vorgaben spätestens nach fünf Kontaktlos-Transaktionen oder nach einer kontaktlos bezahlten Gesamtsumme von maximal 150 Euro wieder die PIN eingeben werden. Im Display des Kassen-Terminals werden Sie dann aufgefordert, für die anstehende Zahlung die PIN einzugeben.

Mobiles bezahlen und Apple Pay

Ihre Sparkassen-Card wird digital! Mit der App „Mobiles bezahlen“ oder der Funktion von Apple Pay können Sie Ihre Sparkassen-Card ganz einfach in der Tasche lassen. Zahlen Sie bequem, indem Sie Ihr Smartphone auf das Kartenterminal legen.

Eine PIN müssen Sie nicht eingeben, denn die Zahlungsfreigabe erfolgt auf Ihrem Handy – Hygienisch und Sicher.

Wunsch-PIN

Sie können sich Ihre PIN nicht merken? Kein Problem! Am Geldautomaten lässt sich Ihre PIN ganz einfach ändern. Schieben Sie Ihre Sparkassen-Card einfach ein und wählen Sie den Punkt „Wunsch-PIN“ aus.

Geben Sie nun einmalig Ihre aktuelle PIN ein, anschließend können Sie eine beliebige vier bis sechsstellige neue PIN wählen. Ab dem nächsten Zahlungsvorgang nutzen Sie dann ganz einfach Ihre neue Wunsch-PIN.

Prepaid-Handy aufladen

Schon gewusst? Mit Ihrer Sparkassen-Card können Sie am Geldautomaten Ihr Prepaid-Guthaben aufladen. Und das geht ganz einfach:

  1. Sparkassen-Card einstecken und Menüpunkt „Handy laden“ auswählen
  2. Mobilfunkbetreiber auswählen
  3. PIN eintippen
  4. Mobilfunknummer eingeben
  5. Ladebetrag festlegen

SB-Terminals nutzen: Kontoauszug und Überweisung

An den SB-Terminals in unseren Geschäftsstellen können Sie mit Ihrer Sparkassen-Card Kontoauszüge abholen. Stecken Sie die Karte ein und wählen Sie Kontoauszug – sofern ein neuer Auszug vorhanden ist, wird dieser direkt ausgedruckt. Auch Überweisungen lassen sich am SB-Terminal erfassen.

Unsere Empfehlung für diese Vorgänge ist allerdings das Online-Banking. Hier können Sie jederzeit Ihre aktuellen Umsätze einsehen, Kontoauszüge digital und ohne Papierverbrauch verwalten und Überweisungen ortsunabhängig tätigen.

Und in Zukunft?

Die Zukunft der Sparkassen-Card ist ungewiss – viele neue Technologien stehen an der Startrampe. So wird sich neben dem mobilen Bezahlen auch das Bezahlen über sogenannte Wearables wie Smartwatches oder Fitnessarmbänder in den nächsten Jahren deutlich verstärken.

Ein weiteres Zukunftsprojekt sind Connectet Cars – also Autos, welche direkt mit einer Bezahlfunktion ausgestattet sind. Die Tankrechnung oder Ihr Parkticket zahlen Sie dann bequem mit Klick auf dem Touchscreen Ihres Autos.

Und auch im Einzelhandel gibt es erste Projekte, wie beispielsweise „Amazon Go“ Stores. Sobald Sie den Laden betreten erfassen Kameras und Sensoren Ihre Bewegungen. Sie erkennen, welche Produkte Sie aus dem Regal in den Einkaufwagen legen. Sobald Sie das Geschäft verlassen, erfolgt automatisch der Zahlungsvorgang über eine App auf Ihrem Smartphone.

Allerdings kann diese neue Art des Einkaufens aufgrund der hohen Datenschutzvorschriften in Europa noch nicht genutzt werden. Es wird allerdings fleißig weiter geforscht und getestet.

Sie wollen mehr zu der Zukunft des Bezahlens erfahren? Dann lesen Sie jetzt den vollständigen Artikel auf sparkasse.de

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Autoreninfos

Lisa Schelke

Lisa Roczniewski

Online Marketing Managerin

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