Mitarbeiter im Ehrenamt

Manpower im Wildpark Knüll und beim Lions Club

Ehrenamt ist einfach

Wussten Sie, dass rund 14,89 Millionen Menschen in Deutschland in einem Ehrenamt aktiv sind? Das geht aus Umfragewerten der Plattform Statista hervor. Auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse Schwalm-Eder engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich.

Wir stellen Ihnen heute Michael Sack vor, Direktionsleiter in Homberg/Efze sowie unter anderem für den Wildpark Knüll und den Lions Club tätig.

Direktionsleiter Michael Sack im Interview

Sie sind ehrenamtlich im Förderverein des Wildparks Knüll tätig. Welche Funktion haben Sie inne und welche Aufgaben gehören dazu?

Ich bin seit 2009 der Vorsitzende des Förderverein Naturzentrum Wildpark-Knüll e.V.. Die Aufgaben als Vorsitzender sind sehr vielseitig. Zum einen leite ich die Vorstandssitzungen, welche in der Regel alle drei Monate stattfinden und zum anderen unterstütze ich den Wildpark-Knüll bei den zahlreichen Veranstaltungen, welche über das Jahr verteilt angeboten werden.

Welchen zeitlichen Aufwand nehmen Ihre Tätigkeiten ein?

Das ist ganz unterschiedlich. Die Vorstandssitzungen müssen inhaltlich vorbereitet werden. Hierbei unterstützt mich der Leiter des Wildparks, Dr. Wolfgang Fröhlich. Die eigentlichen Sitzungen dauern dann ungefähr eine Stunde. Einmal im Jahr gibt es,  wie in jedem Verein,  eine Jahreshauptversammlung.

 

Michael Sack bei seiner Arbeit im Wildpark Knüll

Die Veranstaltungen im Wildpark Knüll sind immer den ganzen Tag, aber hier wechseln sich die Vorstandsmitglieder auch ab.

Da ich noch bei verschiedenen Vereinen und Institutionen in unterschiedlichen Positionen engagiert bin (unter anderem im Lionsclub Homberg (Efze), dem Sportverein Großropperhausen und der Wassergenossenschaft Großropperhausen), komme ich im Schnitt auf drei bis vier Wochenstunden.

Sie sind seit 10 Jahren Unterstützer des Wildparks. Worin liegt Ihre Motivation?

Wer schon einmal zu Besuch vor Ort war, wird mich verstehen. Dieser Wildpark ist aufgrund seiner Natürlichkeit und Regionalität in meinen Augen etwas ganz besonderes. Es werden dem Besucher viele Tierarten aus der Region vertraut gemacht. Und das sich zum Beispiel das Dam- oder auch Muffelwild frei durch den Park bewegt, ist einzigartig. Man kann als Besucher viele Tiere hautnah erleben und das macht für mich den besonderen Reiz des Wildparks aus.

Da ich selbst in einem Dorf im Knüll lebe und meine drei Kinder dort quasi in der Natur aufwachsen, war und ist es für mich so, dass ich des Öfteren zusammen mit meiner Familie an den besonderen Besuchstagen im Wildpark Knüll vor Ort bin. Das ist ganz praktisch. Ich am Stand des Fördervereines und meine Familie besucht gleichzeitig den Park.

Engagement für Tier und Mensch

Der Wildpark Knüll bietet Patenschaften für seine Tiere an. Worum geht es dabei und was kann ich tun, um selbst Pate zu werden? Darf ich mir für eine Patenschaft ein Tier frei aussuchen?

Mit einer Tier-Patenschaft kann man direkt etwas für unsere Tiere tun. Die Patenspende geht unmittelbar in die Erhaltung des Tierbestandes und des Wildparks ein. Man unterstützt über den Förderverein “Naturzentrum Wildpark Knüll” den Park bei der Pflege und der Verbesserung der Haltungsbedingungen.

Wenn man Pate werden möchte, kann man sich an mich oder aber auch an die Geschäftsstelle des Vereins wenden. Dort erhält man dann die entsprechenden Unterlagen und weitere Informationen.

Selbstverständlich kann man sich ein Tier aussuchen und manchmal kann man dem Tier auch einen eigenen Namen geben. Die Höhe der Spende ist von Tierart zu Tierart unterschiedlich. Der Mindestbetrag für ein Tier, z. B. Hühner, Kaninchen usw. liegt bei 25 Euro pro Jahr und geht bis zu Minimum 200 Euro für einen Braunbären. Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt.

Der Pate erhält eine Urkunde, er hat das Recht über die Tiere informiert zu werden und er wird zu Patenabenden eingeladen.

Welche besonderen Veranstaltungen bietet der Tierpark an, die ihn im Vergleich zu anderen Parks auszeichnen?

Der Wildpark bietet das ganze Jahr über eine ganze Reihe von Veranstaltungen an. Der Bereich Umweltbildung inkl. Veranstaltungen wird „bei uns“ nämlich groß geschrieben. Herausragend dabei sind einmal das Bärenfest – immer 2 Wochen vor Ostern – und der Wolfstag – immer am 03. Oktober! Die Vielfalt der Veranstaltungen gepaart mit eben den beiden großen Festen macht die Besonderheit des Parks aus und er ist damit einer der führenden Parks in Deutschland.

In diesem Jahr kommen aufgrund des 50jährigen Jubiläums eine ganze Reihe an besonderen Veranstaltungen hinzu, wie:

  • Ausstellungen zu Wildschweinen, Braunbären, Luchsen, Rotwild und Wölfen
  • Vorträge zu den entsprechenden Tierarten
  • Open Air-Kino: 5 Jahrzehnte – 5 Filme
  • und am 09.06./10.06.2018 das große Jubiläumsfest.

Jetzt gilt es: Termine vormerken, denn es wird einiges geboten!

Neben der Unterstützung des Tierparks engagieren Sie sich im Lions Club. Dieser ist ein Verein, der zahlreiche gesellschaftliche Aufgaben wahrnimmt. Im Rahmen des Projektes „Klasse 2000“ etwa werden bereits Grundschulkinder für Gewalt- und Suchtprobleme sensibilisiert. Flüchtlingshilfeprojekte wie auch Berufsorientierungsseminare für Jugendliche wurden vom Lions Club initiiert. Worauf kommt es dem Lions Club an und welche Projekte stehen für die Zukunft in Ausschau?

Genau auf das, was Sie in der Frage bereits geschildert haben. Neben den dort schon beschriebenen Projekten pflegen wir in Homberg an der Wallstrasse ein Rosenbeet. Auch haben wir im letzten Jahr eine Winterlinde in der Nähe der Osterbachschule gepflanzt. Traditionell nimmt der Lionsclub Homberg jedes Jahr mit einem Stand am Clobesmarkt teil und organisiert seit einigen Jahren schon ein Weihnachtskonzert in der Stadthalle in Homberg. Den Reinerlös des letztjährigen Konzertes haben wir dem DLRG Homberg gespendet zwecks Unterstützung der Schwimmausbildung von Schülern. Ebenso fand im letzten Jahr ein Benefizkonzert auf dem Marktplatz statt. Hier kam der Erlös des Konzertes der Jugendfeuerwehr Homberg zugute.

Michael Sack bei einem Stand des Lions Club

Auch in Zukunft werden wir diese Aktivitäten durchführen und ganz sicher wieder die ein oder andere monetäre Spende an einen Verein oder an hilfsbedürftige Menschen weitergeben.

Meine Motivation? Die Region nach vorne bringen.

Welche Schulen nehmen die Angebote des Lions Club derzeit in ihren Unterricht auf?

Derzeit ist es die Mattias-Claudius-Schule in Wernswig, die wir für vier Jahre, von der 1. bis zur 4. Jahrgangsstufe, mit dem Programm „Klasse 2000“ unterstützen. Das heißt, dass wir die Kosten rund um die Gesundheitsförderstunden übernehmen. Klasse 2000 ist das bundesweit größte erfolgreiche und erprobte Programm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung im Grundschulalter. Initiiert vom Bundesgesundheitsministerium, wird es ständig wissenschaftlich begleitet und geprüft.

Die Förderung durch den Lions-Club Homberg/Efze betrifft sowohl das Unterrichtsmaterial als auch den Einsatz von speziell geschulten Gesundheitsförderer, die pro Schuljahr zwei bis drei spannende Unterrichtsstunden für die Schule gestalten und übernehmen.

Welche Voraussetzungen müsste ich mitbringen, um mich selbst z.B. beim Wildpark Knüll zu engagieren?

Um sich im Naturzentrum Wildpark Knüll engagieren zu wollen, sollte man Spaß an der Arbeit im Freien haben und sich für die Belange des Naturschutzes insbesondere des Artenschutzes einsetzen. Auch sollte man Bereitschaft zur Beschäftigung mit Menschen, insbesondere Kindern haben.

Sie investieren viel Arbeit in Ihr Ehrenamt, ja besser gesagt in Ihre Ehrenämter. Was gibt Ihnen diese Tätigkeit zurück?

Eine sehr gute Frage. Ich tue mich schwer damit, diese in ein paar wenige Sätze zu fassen. Der Spaß daran, für andere etwas zu tun ist meine Triebfeder. Ein Kernmerkmal meines Berufsbildes ist es, sich um unsere Kunden zu kümmern, diese zu beraten und für sie da zu sein.

Genauso sehe ich es auch bei meinem Engagement im Ehrenamt. Den Menschen weiter zu helfen, und sich um die Belange anderer zu kümmern. Sich in der Region, in der ich aufgewachsen und eine eigene Familie gegründet habe, zu leben und mit anzupacken – vor allem wenn sich Dinge entwickeln, ja auch entwickeln müssen – dass ist mein Ansporn und das macht mir Spaß.

Ein Leitsatz in meinem Leben war und ist: „Nicht das Anfangen wird belohnt, sondern das Durchhalten“. Wir leben im Schwalm-Eder Kreis in einer aus meiner Sicht sehr lebenswerten Umwelt und Natur und deshalb ist es für mich wichtig, gerade da zu helfen, wo diese Natur gezeigt wird. Trotz demografischem Wandel, Digitalisierung, Internet und vieler Veränderungen auch in meinem Umfeld, ist der Knüll mein Zuhause und da packe ich gerne an, wenn es etwas zu tun gibt.

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