Die größten Mythen des Fondssparens

Kennen Sie das? Sie ärgern sich über die niedrigen Zinsen und wollen Ihr Geld in Bewegung bringen. Schließlich möchten Sie aktiv Vermögen aufbauen. Trotzdem zögern Sie, wenn es ums Anlegen geht. Der Grund dafür sind oft Vorurteile und Mythen gegenüber Fondsprodukten. Höchste Zeit, damit aufzuräumen.

Mythos 1: Fonds sind eine Modeerscheinung von Spekulanten.

Das Prinzip des Investmentfonds gibt es seit 1774 – der Gründer des ersten Investmentfonds war der Niederländer Abraham van Ketwich. Der erste Fonds in Deutschland wurde vor mehr als 60 Jahren aufgelegt. Bei Investmentfonds schließen sich viele Sparer zusammen. Das Geld wird also im Sondervermögen gebündelt und nach bestimmten Anlagegrundsätzen investiert. Diese Anlageform ist eine Vermögensverwaltung für sämtliche Sparer, da sie die Möglichkeit gibt, an allen Anlagemärkten zu investieren.

Mythos 2: Fonds eignen sich nicht zum Sparen, sie sind viel zu riskant.

Natürlich gibt es Risiken, denn Kurse an den Finanzmärkten schwanken. Bei einem längerfristigen Ansparhorizont und regelmäßigen Einzahlungen können diese Schwankungen sogar genutzt werden bzw. Verluste abfedern. Der sogenannte Durchschnittskosteneffekt: Schwächelt die Konjunktur und die Kurse sind unten, erhalten Anleger für die gleiche Sparrate mehr Fondsanteile, weil sie günstiger sind. Geht es aufwärts, entwickeln sich diese dann entsprechend.

Mythos 3: Investmentfonds sind nur etwas für Reiche.

Dies ist ein besonders beliebtes Vorurteil. Dabei können Fondssparer heutzutage mit regelmäßigen Sparbeiträgen bereits ab 25 Euro in viele Investmentfonds und damit in Sachwerte wie etwa Unternehmen oder Immobilien investieren – und so an der Leistungskraft der Wirtschaft teilhaben. Wer regelmäßig spart, sollte prüfen, ob der Staat oder der Arbeitgeber sich am Vermögensaufbau beteiligen. Ideal sind beispielsweise Riester-Sparpläne, bei denen der Saat unter bestimmte Voraussetzungen mit spart. Oder Vermögenswirksame Leistungen, die viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern anbieten.

Mythos 4: Investmentfonds sind nicht vertrauenswürdig.

Wussten Sie schon, dass Investmentfonds mittlerweile zu einer der beliebtesten Anlageform gehört? Bei der DekaBank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen, managen Experten die Fonds. Ihr Berater der Kreissparkasse Schwalm-Eder informiert Sie gerne ausführlich über diese Anlageform und zeigt deren jeweiligen Chancen und Risiken auf.

Mythos 5: Investmentfonds binden mich und mein Geld.

Richtig ist, dass Wertpapiere vor allem langfristig ihre Stärken entfalten – erst dann kommt etwa der Zinseszinseffekt, den Albert Einstein als „achtes Weltwunder“ bezeichnete, spürbar zur Geltung. Richtig ist aber auch: Mit Fondssparplänen bleiben Sie in der Sparphase flexibel. Denn Sie können über Ihr Geld verfügen, wann immer Sie möchten. Und wenn es kurzfristig zu einem Liquiditätsengpass kommen sollte, können Sie Ihren regelmäßigen Sparbetrag verringern oder auch mal aussetzen. Nicht zuletzt aufgrund Ihrer Flexibilität eignen sich Fondssparpläne gut dafür, mit kleinen Beträgen langfristig große Sparziele zu erreichen.

Mythos 6: Investmentfonds und deren Fondsmanager sind schuld, dass es kaum noch Zinsen auf das Ersparte gibt.

„Früher war alles besser!“ – Da gab es noch satte Zinserträge auf Ersparnisse. Wehmütig werden sich einige Sparer an Tagesgeldzinsen von 7 Prozent oder gar 8 Prozent erinnern. Aber Vorsicht: Dass in der Erinnerung manches rosiger erscheint, als es tatsächlich war, gilt auch in diesem Fall. Denn früher waren die Inflationsraten entsprechend höher als heute. Die Inflation fraß also einen Großteil des Zinsertrages schnell wieder weg. Auf der anderen Seite sollte nicht vergessen werden, dass die Schuldzinsen sich in dieser Zeit oft im zweistelligen Prozentbereich bewegten. Das war gerade bei der Immobilienfinanzierung für viele junge Familien belastend. Und dennoch scheint es befremdlich, dass die Zinssätze seit Jahrzehnten im Trend fallen.

Sie möchten mehr erfahren? Unsere Finanzexperten sind gerne für Sie da. Wir freuen uns auf Sie.

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Ann-Kathrin Heßler

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