Auszubildende halfen in den Tafeln und in der Starthilfe

Helfen ist einfach.

Auch in diesem Jahr packten unsere Auszubildenden aus dem zweiten Lehrjahr tatkräftig in den Tafeln und den Starthilfen des Schwalm-Eder-Kreises an. Im folgenden lesen Sie einen Praxisbericht über die Tafelarbeit unserer Auszbildenden Katharina Hassenpflug.

Die Tafeln – helfen ist einfach

-Die Azubis packen vor Ort an-

Auch in diesem Jahr war es wieder soweit. Wir, die Auszubildenden der Kreissparkasse Schwalm-Eder aus dem zweiten Ausbildungsjahr, durften an je zwei Tagen an den vier Tafelstandorten im Schwalm-Eder-Kreis in Homberg, Fritzlar, Schwalmstadt und Melsungen einen Einblick vom täglichen Geschehen erhaschen und darüber hinaus tatkräftig mit anpacken. Für uns hieß es also: Raus aus dem Anzug und rein in die Schürze.

Die mehr als 900 gemeinnützigen Tafeln in Deutschland, die sich allesamt selbstständig organisieren, haben es sich zur Aufgabe gemacht, überschüssige Lebensmittel einzusammeln und sie an hilfsbedürftige Menschen zu verteilen. Doch das ist längst nicht alles. Bei vielen Tafeln geht die Hilfe weit über das Verteilen der Lebensmittel hinaus. So werden je nach Organisation und Möglichkeiten der Einrichtung beispielsweise auch Kleidung und Spielsachen ausgegeben, Mittagstische organisiert oder ein Plätzchen zum gemütlichen Beisammensein geschaffen.

Und genau dabei durften wir an dem Tag unseres Einsatzes bei den Tafeln die ehrenamtlichen Mitarbeiter unterstützen und feststellen, wie sinnvoll es ist, dass es Projekte wie die Tafel gibt.

Getreu dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ startete der Tag bei der Tafel schon früh für uns. Um 7.30 Uhr wurden wir vor den Läden der Tafel von zwei Mitarbeitern eingesammelt. Von dort aus ging es dann zu den unterschiedlichen Bäckereien, Metzgereien, Discountern oder Supermärkten, die mit ihren Spenden die Tafeln unterstützen. Wir staunten nicht schlecht, welche Mengen an Lebensmitteln im Laufe des Vormittags zusammen kamen. Besonders auffällig war auch die gute Qualität der gespendeten Lebensmittel. Kaum zu glauben, dass all diese Waren ohne die Arbeit der Tafeln geradeaus in den Müll gewandert wären. In Deutschland werden jeden Tag mehrere Millionen Tonnen Lebensmittel vernichtet, obwohl sie noch genießbar wären. Gleichzeitig gibt es hierzulande Millionen Menschen, denen es an elementaren Lebensmitteln fehlt. Die Tafeln schaffen somit einen perfekten Ausgleich und eine Lösung, von der alle profitieren.

Nachdem wir die Lebensmittel eingesammelt hatten, hieß es dann für uns: Sortierdienst. Die Kisten der Geschäfte waren reichlich befüllt mit allerlei unterschiedlichen Lebensmitteln, die dann im Laden so sortiert werden mussten, dass die Ausgabe am Nachmittag reibungslos ablaufen konnte.

Nach der Mittagspause und dem Schichtwechsel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war es dann auch soweit: Die Ausgabe und damit der interessanteste Teil des Tages stand an. Um Trubel und Warteschlangen in und vor den Geschäften der Tafeln zu vermeiden, werden den Kunden feste Zeiten zugewiesen, in denen sie einkaufen können. Mit dem symbolischen Betrag von 2 Euro haben sie die Möglichkeit, von Backwaren über Obst und Gemüse bis hin zu Fisch- oder Fleischwaren alles zu erhalten, was für den täglichen Bedarf notwendig ist. Bei der Ausgabe selbst war die Aufgabenverteilung klar organisiert. Jeder Mitarbeiter hatte seine fest zugewiesene Aufgabe. Sei es die Koordination der Anmeldung oder die Ausgabe der unterschiedlichen Lebensmittelgruppen. Wir konnten schnell feststellen, wie eingespielt die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind und vor allem wie ernst sie ihre Tätigkeit bei der Tafel nehmen.

Schön war es auch zu erleben, wie dankbar und froh die Menschen uns entgegenkamen. Die leuchtenden Augen, insbesondere der Kinder, haben uns gezeigt, dass sich die Mühe und die Arbeit der Tafel und ihrer Mitarbeiter mehr als bezahlt macht.

Ganz besonders berührt hat uns allerdings ein Erlebnis eines Mitarbeiters der Schwälmer Tafel, der uns erzählte, wie kürzlich ein Kunde der Tafel zu ihm sagte, dass er an diesem Tag der erste Mensch wäre, mit dem er gesprochen hätte. Diese Aussage verdeutlicht noch einmal, dass die Tafeln viel mehr für die Menschen tun, als sie mit Lebensmitteln zu versorgen. Sie schaffen einen Raum für Begegnungen, für einen Austausch miteinander, der für viele der Hilfsbedürftigen sonst nicht möglich wäre.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Einsatz bei den Tafeln im Schwalm-Eder-Kreis für uns alle ein sehr prägendes und spannendes Erlebnis war.

Jugend- und Auszubildendenvertretung überreicht Spende

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung der Kreissparkasse Schwalm-Eder unterstützte mit Ihrem Spendenprojekt im Nachgang die Tafeln und die Starhilfe des Schwalm-Eder-Kreises mit einer Spende von je 500 Euro.

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Ann-Kathrin Heßler

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